Die Fakten

Rückenschmerzen gelten heute als die Volkskrankheit „Nr.1“. Neben einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität der Betroffenen verursachen sie auch eine beträchtliche volkswirtschaftliche Belastung.

Die Fakten sind:

  • 90% aller Erwachsenen in den Industrieländern haben im Laufe ihres Lebens Rückenschmerzen.
  • In Österreich gibt es jährlich rund 8 Millionen Krankenstandstage, die auf Erkrankungen am Stütz- und Bewegungsapparat zurückzuführen sind. Davon fallen 65% auf Wirbelsäulenbeschwerden.
    Der daraus resultierende Schaden beträgt an die 6 Milliarden Euro pro Jahr!
  • Chronische Wirbelsäulenerkrankungen sind die häufigste Ursache für Frühpensionierungen.
  • Nicht nur Erwachsene sind davon betroffen, auch immer mehr Jugendliche klagen über Beschwerden:
    Von 1992/93 auf 1997/98 kam es zu einer Zunahme der Rückenbeschwerden bei den 10-14jährigen von knapp einem Drittel (31,4%) auf über die Hälfte (51,7%)! In der Altersgruppe der 15-18jährigen zeigte sich ein Anstieg der Schmerzzustände von 55% auf 58,6%!
  • Eine im Jahre 2005 durchgeführte Kontrollstudie bestätigte diese dramatischen Tendenzen: bei den UnterstufenschülerInnen 60,8% und in der Oberstufe 64,6 % der von Rückenbeschwerden Betroffenen.
    Wobei hier besonders die Zunahme der „ständigen“ Beschwerden auf 10% bzw. 7,5% ins Auge fällt.
  • Nicht einmal drei Stunden pro Tag sind Jugendliche körperlich aktiv!
  • Die täglichen Sitzzeiten nehmen in den aufsteigenden Altersklassen stark zu, von knapp 7 Stunden/Tag bei den VolksschülerInnen auf nahezu 12 Stunden/Tag bei den 18jährigen.
  • Die steigende Belastung durch die Schule, das geänderte Freizeitverhalten und die damit verbundenen höheren Sitzzeiten werden durch eine gegenläufige Entwicklung beim Bewegungs- und Sportunterricht begleitet.
  • Die Zeit, die vor Fernseher und Computer verbracht wird, ist in den letzten Jahren explosionsartig angestiegen.
    Die Jugendlichen verbringen damit täglich 4 Stunden.
  • SchülerInnen, die mehr Sport treiben, fühlen sich in der Schule wohler, haben eine positivere Lebenseinstellung, eine gesündere Lebensweise bezüglich Risikofaktoren (Rauchen, Alkohol) und weniger Rückenbeschwerden.
  • Sportlich Aktive zeichnen sich durch bessere Notenergebnisse in der Schule aus.

(Aus der Dissertation „Longitudinalstudie über Zusammenhänge von Alltagsverhalten und Rückenbeschwerden von SchülerInnen“ (PRATSCHER, Wien; 1999)) ergänzt durch Untersuchungen im Jahre 2005)

Derartige alarmierende Studienergebnisse zeigen den Bedarf an präventiven Maßnahmen zur Gesundheitsförderung bei Jugendlichen.